Gesellschaft
Kurse (28)
vhs.wissen live - Abo
vhs.wissen live, das digitale Wissenschaftsprogramm der vhs, bietet Ihnen qualitativ hochwertige Vorträge zu aktuellen Themen aus Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft. Sie sind live dabei, zu Hause oder unterwegs, und können sich an Diskussionen über Chats beteiligen. Buchen Sie das Semester-Abo, verfolgen Sie alle Vorträge des Semesters für nur 63,- €. Zudem benötigen wir Ihre Email-Adresse zur Zusendung der Zugangsdaten vor Kursbeginn.
Termine und Themen:
17.09.2026,19:30 21:00 Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen
23.09.2026 ,19:30 21:00 Kunst im Ohr – ein Livestream für alle Sinne 3
30.09.2026 ,19:30 21:00 STONEHENGE - uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen
05.10.2026, 19:30 21:00 Der Wolf und die Deutschen
06.10.2026, 19:30 21:00 Vertrauen in Wissenschaft
12.10.2026, 19:30 21:00 Deutsch-jüdische und israelische Literatur
13.10.2026 19:30 21:00 Kohlendioxid als Rohstoff - wie schließen wir den Kreislauf
18.10.2026, 19:30 21:00 Die Abschottung der Welt - als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945
25.10.2026, 19:30 21:00 Versunkene Welten - Ruinenstädte in der Antike
28.10.2026, 19:30 21:00 Künstliche Intelligenz und Bildung
02.11.2026, 19:30 21:00 Veränderungsstress - warum tun sich Gesellschaften mit
Veränderungen so schwer?
04.11.2026 , 19:30 21:00 Gemeinsames und Kurioses unter den Sprachen
08.11.2026, 19:30 21:00 Trump und die MAGA-Bewegung
10.11.2026, 19:30 21:00 Wie einfach kann ein lebendes System sein?
19.11.2026, 19:30 21:00 Franz Kafka und Prag
24.11.2026, 19:30 21:00 Konrad Adenauer - Kanzler nach der Katastrophe
25.11.2026 , 19:30 21:00 Kunst im Ohr – ein Livestream für alle Sinne 4
29.11.2026 19:30 21:00 Not am Mann - die Erfindung toxischer Männlichkeit
04.12.2026, 19:30 21:00 Gottes Zeit - jüdische, christliche und pagane Zeitvorstellungen und –
erfahrungen in der Antike
09.12.2026 , 19:30 21:00 Die Bauern waren nicht überrascht
10.12.2026, 19:30 21:00 Rubens oder Rembrandt?
10.01.2027, 19:30 21:00 Die Bischofskirche von Ostia
13.01.2027, 19:30 21:00 Schönheit der Astrophysik
20.01.2027, 19:30 21:00 Die Frage von Krieg und Frieden im Völkerrecht
Deutsch-jüdische und israelische Literatur
Als Dichter und Verleger kennt Dr. h.c. Michael Krüger viele israelische Autoren persönlich. Prof. Dr. Jakob Hessing, Autor und Germanist an der Hebräischen Univ. Jerusalem, erforscht die Geschichte der deutsch-jüdischen Literatur. In einem Gespräch tauschen sie ihre Erfahrungen aus.
Seit Heinrich Heine und bis in die Gegenwart sind jüdische Autor:innen ein wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur. In ihren Werken kommt zum Ausdruck, was man die deutsch-jüdische Symbiose zu nennen pflegte. Aber nicht erst seit Hitler war dieser Begriff sehr problematisch und wird heute kaum noch verwendet. Seit etwa zwei Generationen gibt es auch jüdische Autor:innen aus Israel. Nach der Staatsgründung 1948 dauerte es etwa zwei Jahrzehnte, bis diese Literatur international bekannt wurde. Seit den 80er Jahren sind Namen wie Amos Oz, Zeruya Shalev oder David Grossman auf dem deutschen Buchmarkt sehr präsent.
Kohlendioxid als Rohstoff - wie schließen wir den Kreislauf?
Prof. Dr. Claus Daniel promovierte in Materialwissenschaften. Er leitet das Advanced Energy Technologies Directorate am Argonne National Laboratory und hat eine Joint-Position an der Univ. of Chicago Pritzker School of Molecular Engineering.
Erdöl und Erdgas dienen bis heute in großem Maße als Energieträger und als Rohstoffe für die chemische Industrie. Sie sind zentral für Energiesicherheit und wirtschaftliche Stabilität. Trotz des steigenden Angebots an alternativer Energie können wir nicht auf chemische Energieträger verzichten. Und für Kunststoffe und andere Produkte der chemischen Industrie brauchen wir weiterhin Kohlenstoffquellen. Wie können wir dennoch langfristig unsere Rohstoffbasis diversifizieren und technologische Führungsfähigkeit sichern? Die Nutzung von Kohlendioxid und Methan bietet Möglichkeiten, Kohlenstoff effizient im Kreislauf zu führen und gleichzeitig neue industrielle Wertschöpfungsketten zu erschließen. Wie kann das konkret funktionieren? Welche Forschungsansätze sind vielversprechend und wo stehen wir mit der technologischen Entwicklung?
In Kooperation mit der Dt. Akad. der Technikwissenschaften (acatech)
Circular City Haar – Prinzipien und Umsetzung der Kreislaufwirtschaft
Die Potentiale der Kreislaufwirtschaft (KLW) sind enorm, sie unterstützen die von der Agenda 2030 der UNO propagierte Nachhaltige Entwicklung, stärken Umweltschutz, niedrigen Energieverbrauch und zunehmende Rohstoffsicherheit. Die Zirkulärstrategie der Stadt Haar verfolgt das Ziel, Gedanken und Anspruch der KLW in die verschiedenen Bereiche und Politikfelder verstärkt einzubringen. Daher scheint der Zeitpunkt opportun und wichtig, über dieses Konzept und seine Anwendung in Haar zu informieren.
Mit Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski, Dr. Lothar Rast, Leiter des Regionalbüros Süd der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, und Prof. Dr. Magnus Fröhling, Chair of Circular Economy and Sustainable Assessment, Technische Universität München.
Gebührenfrei, Anmeldung erwünscht,
Restplätze werden vor Ort vergeben. Die Veranstaltung findet hybrid statt.
Die Abschottung der Welt - als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945
Dr. Susanne Heim, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945". Sie war Gastprofessorin in Wien und forschte an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York.
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über eine Aufnahme - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.
Versunkene Welten - Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji
Prof. Dr. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte. Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Im Altertum ging man mit den zahlreichen zerstörten Städten wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Der Vortrag zeigt, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben.
In Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung
Künstliche Intelligenz und Bildung - Lernen mit und trotz KI
Dr. Ute Schmid, Mitglied im Direktorium und im Geschäftsleitenden Ausschuss des bidt, ist Professorin für Kognitive Systeme an der Univ. Bamberg. Sie lehrt und forscht im Bereich Künstliche Intelligenz mit Fokus auf menschenähnlichem maschinellem Lernen und auf Methoden für interaktives und erklärendes Lernen. Sie ist Mitglied im Bayerischen KI-Rat und EurAI Fellow.
Künstliche Intelligenz wird zunehmend Teil von Alltag, Arbeitswelt und Schule. KI kann uns bei komplexen Aufgaben unterstützen, von Routinetätigkeiten entlasten und Lernprozesse gezielt begleiten. Eine Überdelegation kognitiver Aufgaben an KI birgt aber das Risiko, dass wesentliche Kompetenzen verloren gehen oder gar nicht erst erworben werden. Der Vortrag zeigt, wie KI-Systeme und deren Nutzung gestaltet werden können, um Kompetenzverlust entgegenzuwirken.
In Kooperation mit dem Bayer. Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt)
Veränderungsstress - Warum tun sich Gesellschaften mit Veränderungen so schwer?
Dr. Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und -ethnischer Gesellschaften. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Dt. Forschungsgemeinschaft. Sein Buch "Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt" (Bayer. Buchpreis 2024) war auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren. Es wird gezeigt, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben. Auch wird diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen.
Gemeinsames und Kurioses unter den Sprachen Europas
Prof. Dr. Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten. Er leitet an der vhs Donauwörth den Projektbereich Innovative Europäische Sprachlehre (InES) und lehrt an der Univ. Eichstätt.
Es geht auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht. Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten. Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen wurden gerne Wörter übernommen? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander? Und: Welche Kuriositäten gibt es dabei?
Trump und die Maga-Bewegung
Prof. Dr. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der LMU München.
Gibt es einen Trumpismus ohne Trump? Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln? Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus? Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA.
Wie einfach kann ein lebendes System sein?
Prof. Dr. Petra Schwille studierte Physik sowie Philosophie und promovierte 1996 bei Nobelpreisträger Manfred Eigen. Seit 2012 ist sie Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik am MPI für Biochemie und Honorarprofessorin für Physik an der LMU München. Sie ist u.a. Mitglied der Dt. Akad. der Technikwissenschaften.
Die Biologie definiert die Zelle als kleinste Lebenseinheit. Aber selbst die einfachsten Zellen sind unglaublich komplex, so dass es praktisch unmöglich ist, sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Auch haben wir noch immer keine Kenntnis, wie die erste Zelle entstanden sein könnte. Daher versuchen wir, wesentliche Prozesse des Lebens aus einfachen biologischen Bausteinen nachzubilden, um eine Vorstellung von den nötigen Bedingungen zu bekommen, damit aus einem chemischen System ein biologisches wird. Dazu verwenden wir den Ansatz der Synthetischen Biologie, der zelluläre Systeme in einzelne Funktionsmodule zerlegt, die dann unabhängig voneinander untersucht werden. Von besonderem Interesse ist dabei die Funktion der Zellteilung.
In Kooperation mit der Dt. Akademie der Technikwissenschaften
Der Versicherungskompass: Strategische Absicherung statt Beitrags-Dschungel
Viele Haushalte besitzen zahlreiche Versicherungen, wissen aber im Ernstfall nicht genau, was wirklich abgedeckt ist. Oft werden unwichtige Kleinstschäden versichert, existenzbedrohende Risiken bleiben aber unversichert. Das Ergebnis: Hohe monatliche Kosten bei gleichzeitig lückenhaftem Schutz. Bringen Sie System in Ihren Schutz, so dass Versicherungen nicht isolierte Produkte sind, sondern Werkzeuge zur Sicherung Ihres Lebensstandards und Vermögensaufbaus. Inhalt:
- Die Priorisierung der Risiken: existenziellen Risiken und einfachen Sachrisiken
- Der Effizienz-Check: Mit modernen Tarifen bei besserer Leistung Beiträge sparen
- Lückenlose Absicherung der Arbeitskraft
- Haftungsmanagement: Schutz vor den finanziellen Folgen von Fehlern im Privaten und im Beruf
Kryptowährungen - Bitcoin und seine Alternativen
Einige sehen in ihnen bereits die nächste Generation der heutigen Zahlungsmittel, unabhängig von Großbanken und politischen Interessen, für andere bleiben sie Spielgeld und risikoreich. Wertzuwächse von mehreren 100% in wenigen Monaten haben Bitcoin und seine Alternativen, die schon Alltag sind, bekannt gemacht. Themen: Die nötige Technik, Mining, Phänomen Bitcoin und Alternativen dazu, als Zahlungsmittel und zur Spekulation bzw. Geldanlage, Vor- und Nachteile sowie Gefahren von Kryptowährungen.
Antisemitismus - (k)ein Problem der Vergangenheit
Die Vortragenden arbeiten am NS-Dokumentationszentrum München. Helena Sophia Müller hat u.a. den Schwerpunkt Verknüpfung antisemitismus- und rassismuskritischer Ansätze in der Bildungsarbeit. Beim Historiker Thomas Rink liegen die Schwerpunkte u.a. auf der Auseinandersetzung mit Wurzeln und Erscheinungsformen des Antisemitismus sowie auf der Erinnerungskultur.
Die Ablehnung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden hat eine lange Geschichte. Und auch heute erleben jene Hass und Gewalt. Der Vortrag behandelt historische Formen des Antisemitismus, insbesondere zur NS-Zeit, und das Fortleben antisemitischer Bilder und Vorurteile bis in die Gegenwart. Er geht auf unterschiedliche Erscheinungsformen von Antisemitismus sowie israelbezogenen Antisemitismus ein, aber auch auf seine gesellschaftlichen Funktionen und die Wirkung auf Betroffene. Es wird der antisemitische Gehalt stereotyper judenfeindlicher Darstellungen analysiert und die Frage behandelt, wie man antisemitischen Äußerungen etwas entgegnen kann.
Franz Kafka und Prag
Dr. Reiner Stach studierte u.a. Literaturwissenschaft. Zu Kafka verfasste er u.a. eine hochgelobte dreiteiligen Kafka-Biographie. 1999 zeigte die von ihm gestaltetet Ausstellung Kafkas Braut den Nachlass Felice Bauers, den er in den USA entdeckte. Er erhielt den Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis für "Kafka: Die Jahre der Erkenntnis" (2. Bd. der Biographie) und den Joseph-Breitbach-Preis für sein Gesamtwerk in der literarischen Biographik.
Prag war um 1900 durchaus nicht das gemütliche k.u.k.-Reservat, das sich heutige Touristen gerne vorstellen. Die Stadt war geprägt von sich zuspitzenden nationalen Gegensätzen zwischen Tschechen und Deutschen, was vor allem die jüdische Bevölkerung in eine prekäre Lage versetzte. Auch das Durchsetzen einer Vielzahl technischer Innovationen in wenigen Jahren ließ bei vielen Bewohnern das Gefühl aufkommen, am Ende einer Epoche zu stehen. Sehr genau registrierte Kafka die unheimliche Faszination dieser Herausforderung: Telefone, Diktiergeräte, nächtlich beleuchtete Straßen, elektrische Trams und nicht zuletzt Kinos veränderten auch seinen Alltag.
Konrad Adenauer - Kanzler nach der Katastrophe
Prof. Dr. Norbert Frei lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Davor forschte er u.a. am Institut für Zeitgeschichte, an den Universitäten Harvard, Princeton, Jerusalem und am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus. Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert. Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert. Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht. Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst.
Kunst im Ohr - ein Livestream für alle Sinne 4
Dr. Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München. Beide studierten Kunstgeschichte und verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Kunstvermittlung. Claudia Böhme ist Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung.
Von München nach Hamburg vom Museum zu Ihnen!
Seien Sie dabei, wenn sich drei Freundi*nnen der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen. Teil 4 der Reihe KUNST IM OHR.
Wer hätte das gedacht!? Just in Hamburg gibt es nicht nur einen Leibl-Weg, nein, sondern auch eines der bekanntesten Gemälde Wilhelm Leibls (1844 – 1900): „Drei Frauen in der Kirche“ (1878/82). Ein Bild, das zugleich mehrere Stadien der Andacht und verschiedene Lebensalter zeigt. Die Neue Pinakothek in München wiederum besitzt „In der Bauernstube“ von 1890. In beiden Bildern geht es um die realistische Darstellung von Menschen aus der ländlichen Region Oberbayerns. Alle Personen tragen (Sonntags-)Tracht. Inwiefern liefern diese Motive Stoff für gesellschaftliche beziehungsweise regionale Normen, Identitäten und Zugehörigkeiten?
In Kooperation mit der Neuen Pinakothek München und der Hamburger Kunsthalle.
Winterlektüre
Suchen Sie Lesetipps für die Zeit zwischen den Jahren? Für sich selbst oder als Weihnachtsgeschenk?
Der Haarer Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski, die Leiterin der Stadtbibliothek Johanna Zeber, Anne Brieger vom Buchladen Haar und Lourdes María Ros de Andrés, Leiterin der vhs Haar und Literaturwissenschaftlerin, stellen Ihnen ihre Lieblingsbücher für den Winter vor.
Die Veranstaltung findet hybrid statt.
Gebührenfrei, Anmeldung erwünscht, Restplätze werden vor Ort vergeben
Not am Mann - die Erfindung der toxischen Männlichkeit
Dr. Eva Ladipo studierte Politische Wissenschaften in Cambridge, wo sie auch promvierte. Die Journalistin arbeitete als Redakteurin, Ressortleiterin und Korrespondentin bei der FAZ, Financial Times Deutschland, Vanity Fair, Financial Times und Die Welt. 2026 erschien ihr Buch "Not am Mann" (reclam).
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können? Eva Ladipo analysiert, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen. Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten.
Wie funktioniert die Europäische Union
Birgit Boeser ist Leiterin der Europäischen Akademie Bayern.
Hat Brüssel tatsächlich so große Macht? Wie funktionieren die verschiedenen EU-Institutionen und wie hängen sie zusammen? Und was hat die Europäische Union mit unserem Alltag zu tun? Der Vortrag erklärt anschaulich, wie die EU Entscheidungen trifft und welche Rolle Deutschland innerhalb der Union spielt.